Mittwoch, 22. Februar 2017

warmer Kürbissalat

Einige meiner Kolleginnen lassen im Pausenraum oft ihre ausgelesenen Frauenzeitschriften liegen, damit andere auch noch drin schmökern können. Ich bin zugegeben kein sehr großer Fan dieser Magazine, die den neusten B-Promiklatsch oder die hundertste Diätform verbreiten. Die lasse ich schon beim Arzt immer schön liegen, um mir nicht noch mehr Bakterien einzufangen. Da drin blättere ich höchstens mal kurz bei meiner 93-jährigen Omi oder eben vor Langeweile während einer seltenen Pause auf der Arbeit bei meinen nur 30 Stunden pro Woche als Erzieherin.

Aber vor kurzem blieb ich beim Blättern an einem Rezeptbild hängen, das mir das Wasser im Mund zusammen laufen ließ und mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf ging. Ich glaub es war aus "Bild der Frau", falls das jemand recherchieren möchte. Und nun habe ich es jedenfalls endlich nachgemacht. Es war ein:

warmer Kürbissalat





Zubereitungszeit ca. 30 min
Zutaten für 2-3 Personen:
4 Scheiben Frühstücksspeck
500 g Hokkaido
1 Hand voll frische Salbeiblätter
100 g Pinienkerne
100 g gemischte Blattsalate
1/2 rote Paprikaschote
100 g Ziegenfrischkäserolle
Öl, Salz und Pfeffer
Zitronensaft,
1 EL Agavendicksaft
Kürbiskernöl

Zubereitung
1. Den Kürbis waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Salbei hacken.
2. Speck in kleinere Stücke schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl knusprig anbraten. Herausnehemen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
3. Kürbisstücke mit Salbei im Öl des Specks goldbraun anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit ein wenig Wasser ablöschen. Hier kann ich mir für das nächste Mal auch gut Orangensaft vorstellen. Temperatur reduzieren und die Flüssigkeit ca. 5-10 min einköcheln lassen.




4. Inzwischen die Pinienkerne in einer anderen Pfanne anrösten. Nicht weggehen, die sind superschnell angebrannt!
5. Nun den Salat vorbereiten und auf den Tellern verteilen.
6. Paprika klein würfeln und auf den Salat geben, ebenso den warmen Kürbis.
7. Ziegenfrischkäse mit einem Messer zerbröckeln und ebenfalls über den Salat geben.
8. In einer kleinen Schüssel ein Dressing anrühren aus ein wenig Olivenöl, dem Agavendicksaft, einem Spritzer Zitronensaft, Pfeffer und Salz. Dieses über den Salat gießen.
9. Zum Schluss noch etwas Kürbiskernöl darüber träufeln. Das ist sehr aromatisch, gibt aber eine einmalig leckere Note. Drum je nach Geschmack vorsichtig dosieren.
10. Nun noch den Speck und die Pinienkerne über den Salat streuen und

guten Appetit!



Oh wie war das fein. Genau so hab ich mir das vorgestellt. Ein toller Wintersalat.
Das müsst ihr unbedingt probieren!


Auch wenn es vielerorts gerade noch so richtig winterlich nasskalt ist und der Boden oft noch gefroren ist, ich kann euch Hoffnung machen: der Frühling kündigt sich schon an!
Ich hab ihn gesehen. Ein wenig. Im Garten zeigen Krokusse ihre ersten Knospen. Die Bäume ziehen ihre Säfte wieder in die Zweige. Unter den noch mit Tanne geschützten Beeten lugen erste grüne Spitzen heraus. Mal sehen, was das wird - ich hab im Herbst zusammen mit Max unzählige Frühlingszwiebeln überall verteilt.


Und die Kraniche kommen zurück. Na und die müssen es doch wissen. Sie fliegen scharenweise in ihren V-Formationen über unseren Garten hinweg. Auch die restlichen Vögel haben schon begonnen herumzuturteln und begonnen gemeinsam ihre Nester zu bauen. Nebenan blüht ein Weidenkätzchen und die ersten Bienen haben das Sammeln begonnen.





Gestern saß ich sogar schon bei ein paar Sonnenstrahlen und kurzer Windpause im Liegestuhl. Okay mit Wintermantel, Regenhose und warmer Mütze zwar, aber hey - ich saß dort und ließ mir die Sonne auf die Nase scheinen und das war so, so schön. Max servierte Sandeis, kochte Borkesuppe und genoss wie ich in vollen Zügen die frische Luft, die schon nach Leben riecht.
























Zur Sicherheit haben wir den Frühling mal eingezäunt, nicht dass er sich wieder davon macht...
Nein, damit wir nicht drauf treten, denn die Krokusse stehen mitten in der Spielwiese.
























eine schöne restliche Woche euch allen,
Jana

Donnerstag, 2. Februar 2017

es wird endlich heller

Der Januar fing so an, wie der Dezember aufgehört hat - er war von Krankheit durchzogen. Im Dezember hat uns das Weihnachten vermiest, im Januar Max dritten Geburtstag und das im Schnee mit ihm toben. Manno.
Das ging in unserer Familie aber auch wie Pingpong hin und her, kaum war einer am genesen, kam der andere mit was Neuem daher und schwups, hatte der das dann auch. Einmal waren mein Mann und ich gleichzeitig sogar so dermaßen kraftlos, dass wir den Kleinen ein paar Tage zu meinen Eltern geben mussten. Zum Glück haben wir die beiden!

So. Und nun erhoffe ich mir einen Februar, der uns gesund macht. Der uns hoffnungsvolle Stimmung, Wege und Gedanken bringt. Mit ein paar frischen Frühlingsblumen im Raum sorge ich schon mal regelmäßig optisch dafür.




Wir haben die Mitte des Winters erreicht - heute ist Imbolcfest oder Lichtmess, das liegt genau zwischen der Wintersonnenwende und der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche. Da kann man schon mal etwas von Frühling träumen. Die Tage werden langsam heller, das Licht nimmt zu. Die Kraft der Sonne kehrt mehr und mehr zurück und mit ihr das Erwachen der Natur.



Mich beeinflusst ja das Licht der Sonne sehr, dunkle Tage lassen meine Stimmung auch oft schnell düster werden. Daher freue ich mich über die wiedergekehrte Helligkeit am Morgen und die heutigen leuchtenden Sonnenstrahlen, welche den Schnee funkeln ließen, ganz besonders.

























Möge mit dem Licht der Sonne auch das Licht in uns wieder heller strahlen, uns die Kraft und Stärke bringen, um unsere Jahrespläne endgültig zu schmieden oder das zu bestehen, was auf uns wartet.
Kehren wir das Alte zur Tür hinaus und beginnen das Neue.

eure Jana

Montag, 30. Januar 2017

12tel Blick Januar

Neues Jahr, neuer Start, neue Runde: 12tel Blick.  Und ich freu mich, wieder dabei dabei zu sein.
Was war nochmal der 12tel Blick?
Jeden Monat, zwölfmal im Jahr immer ein Foto vom selben Blick. Die Idee stammt von Tabea Heinicker, alle Foto-Blick-Teilnehmer können sich bei ihr selbst verlinken.

Mein Blick für dieses Jahr:
ein Blick in unseren Garten aus der Wintergartentür heraus.
Mittelere Fliese, abgestützt auf die Lehne eines Kinderstuhls, dort positioniert. So sollte es klappen, den Winkelwieder zu finden.


Fr 27.01.2017, 11:26 Uhr, eisekalt mit Sonnenstrahlen





Ja, etwas bequem. Ich muss das Haus kaum verlassen. Aber ich liebe diesen Blick. Oft sitze ich auf dieser Treppe, wenn es wärmer ist und lausche hinaus. Schaue. Atme.
Vögel gibt es bei uns eigentlich immer zu sehen, sie haben sich hier in der Gegend zu Hauf nieder gelassen: Blaumeisen, Haubenmeisen, Tannenmeisen, Kohlmeisen, Finken, Amseln, Eichelhäher, Elstern, Wildtauben, Gierlitze, Gimpel und im Frühling immer wieder die Nachtigall. Besonders im Winter läuft ein Fasan unter den Tannen gemütlich nach Futter suchend den ganzen Tag hier umher. In den angrenzenden sumpfigen Wiesen hört man im Frühling und Herbst die magischen Rufe der Kraniche und kann beobachten, wie sie sich faszinierend nach oben in den Himmel schrauben.
Manchmal kommen Eichhörnchen vorbei oder Nachbars Katzen haben ihre Route durch den Garten, natürlich auch die eigene.
Ob ich wohl mal eins dieser Wesen vor die Linse bekomme in diesem Blick?
Realistischer ist es eher, das der kleine Wirbelwind da hinten die Rutsche hinunter saust, mit seinem Laufrad den Berg hinunter rollt oder vor mir steht und fragt, ob er mal gucken darf..

Im heutigen Blick:
Schneereste, wo die Sonne nicht hinkam, um ihn wegzuwärmen. 
Mehr grün zu sehen als erwartet - vorn etwas Moos und hinten immergrünes Efeu, ungehindert den Baum hochgerankt. Mittig mein Salbei, ungezähmt gewuchert.
Rechts am Bildrand unser Gartengrill. Selten benutzt, weil selten Fleischesser.
Hinten unser Gartenhäuschen. Wenig genutzt, Trockenraum für Kräuter, Abstellraum für vieles, Spielort für Maxl.
Ganz hinten, noch zu sehen, die Wiese. Standort zweier Ponys. Leider, wie schon erwähnt, sehr sumpfig - beschert uns immer viele Mücken.


Ich freu mich schon drauf, am Ende zu sehen, wie die Hortensien wachsen, ob die im Herbst gesetzten Tuplen aufgehen, wie alles immer grüner wird und dann am Ende wieder verschwindet.

Und nun mal nachgeschaut, für welche Blicke sich die anderen so entschieden haben...


Habt einen guten Start in die Woche,
Jana

Sonntag, 29. Januar 2017

nach langer Zeit... wirklich zurück

Viel Zeit ist verstrichen. Sehr viel.

Eigentlich wollte ich ja regelmäßig weiter bloggen als Mama mit Baby. Eigentlich. Andere machen das doch auch. Themen hätte es genug gegeben, Ideen und spannende Momente zum teilen. Aber ich bin eben nicht wie andere, vieles fiel mir nicht so leicht, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Die Geburt und der Start in Max Leben waren alles andere als optimal. Darüber war ich traurig, machte es mir zum Vorwurf und bekam eine Wochenbettdepression. Das war mir erst viel später bewusst. Aber ich steckte all meine Energie in die Beziehung zu ihm, in den Aufbau einer guten Bindung. Da blieb für fast gar nichts weiteres Energie übrig. Erst recht nicht, als ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen musste.

Und dann machte ich eine Entdeckung. Ich las zufällig einen Artikel über Hochsensibilität.
Wow. Das war ja ich, die da beschrieben wurde! Allmählig wird mir nun vieles klarer. Ich verstehe mein Leben nun rückwirkend mehr. Vorallem, warum ich mich immer als anders empfunden habe. Warum ich sogar bis ungefähr zu meinem dreißigstens Lebensjahr das Gefühl hatte, den anderen beim leben nur zuzugucken. Wie krass.

Zusammen gefasst bedeutet Hochsensibilität folgendes:

Hochsensible Menschen nehmen Sinneseindrücke stärker wahr als andere. Aufgrund einer physiologischen Disposition ihres Nervensystems haben sie eine erhöhte Empfänglichkeit für äußere Reize wie Geräusche oder Gerüche und für innere Reize wie Stimmungen, Gefühle anderer, Erinnerungen oder Ahnungen. Sie leiden durch die vielen Eindrücke oft unter Reizüberflutung.
Sie sind deshalb ständig damit beschäftigt, sich vor diesen vielen Reizen zu schützen und sich anzupassen. Das führt oft dazu, dass sich Hochsensible zurückziehen, dass sie emotional instabil werden, sich überfordert fühlen oder unter starken Stress-Symptomen leiden.

Tada: ich.

Dennoch ist Hochsensibilität keine Krankheit, sondern eher so etwas eine Laune der Natur. Angeblich sollen 15% aller Menschen hochsensibel sein. Man kann es auch als Gabe sehen und lernen damit zu leben, sich zu schützen und dennoch andere daran teilhaben lassen.
Tja, das lerne ich eben noch. Bis jetzt empfinde ich das Hochsensibel sein überwiegend als Last. Nur wenn ich draußen in der Natur bin, dann ist es unglaublich schön, das alles so intensiv wahrzunehmen. Jede Pflanze, jedes Tier, jede Farbe, jeden Geruch, den Wind, das nasse Gras unter meinen nackten Füßen. Glücksgefühl pur. Nur ich und der Augenblick. Ich hab mich schon immer gefragt, warum das anderen nicht so geht...







Nun ist unser Maxl 3 Jahre alt geworden. Und die Zeit, in der Mutter und Kind gefühlsmäßig verschmolzen sind wie eine Person, ist vorbei. Ich kann natürlich immer noch genau spüren, was in ihm los ist, aber er ist nicht mehr so sehr von mir abhängig, die Welt und seine eigenen Gefühle darin einzuordnen. Das gibt mir meine Kraft zurück. Und es gibt mir Raum. Wieder mehr Luft zum atmen. Ich kann wieder mehr nur ich selbst sein - oder mir eben den Raum dafür nehmen, herauszufinden, wer ich denn selbst nun wirklich bin. Eines weiß ich, mit der Schwangerschaft hat sich die Hochsensibilität verstärkt. So sehr, dass ich daraus erwacht bin. Jetzt ist sie präsent da.

Eine Reise hat begonnen. Eine Reise zu mir. Spannend, aufregend, manchmal noch angstbehaftet und mit Rückschlägen wie heftigen Krankheitstagen nach zu hoher Reizüberflutung.
Mein chinesisches Sternzeichen ist Drache, damit konnte ich nie viel anfangen. Ein guter Freund sagte einmal lachend zu mir: die Drachen in den Geschichten seien uralte Geschöpfe, sie würden immer lange in ihrem Ei reifen, bevor sie endlich schlüpfen, ihre volle Kraft entfalten und los fliegen...
Irgendwie fühle ich mich genau so: gerade aus dem Ei geprurzelt, noch taumelnd in den ersten Schritten das Gleichgewicht suchend, ein wenig Feuer hustend, hilflos mit den kleinen Flügeln flatternd, doch voller Ahnung wozu diese mich bald bemächtigen.


(gefunden auf Pinterest, Zeichner unbekannt)


Und nun fühle ich sie auch wieder: die Lust auf meine eigene Kreativität. Sie beginnt wieder in mir zu fließen, sie war hinter all den weggepanzerten Emotionen zum Eigenschutz teilweise völlig zum Stillstand gekommen. Die Lust zum bloggen gehörte dazu.
So habe ich nun dem Blog gleich mal ein neues Design verpasst, das alte gefiel mir nicht mehr, war nicht mehr ich. Doch ich werde weiterhin Rezepte ausprobieren, basteln, gestalten, dekorieren, Naturerfahrungen sammeln, fotografieren und alles hier teilen. Dazu werden Kinderthemen kommen und mal sehen, was noch... Zwischendrin berichte ich hin und wieder von meinem neuen Weg.


bis bald, Jana


Samstag, 21. Februar 2015

tada: Ich bin wieder zurück mit vielen Fotos und einem Apfelkuchen im Gepäck

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, lange war meine Pause, aber die hab ich gebraucht.
Mama sein ist schön und schwer zugleich, alles ist neu und anders. Wirklich alles.
Immer wieder überkommt mich das pure Glück, aber es kommen auch ständig neue Herausforderungen. Deko, Rezepte und so weiter waren in letzter Zeit einfach nicht vorrangig oder gar möglich. Ich bewundere andere Bloggermütter sehr, wie sie dazu die Zeit finden.

In den letzen Monaten war mein persönlicher Fokus und meine Kamera fast ausschließlich nur auf Max gerichtet und der hat eine rasrante Entwicklung hingelegt, mein Herz völlig eingefangen und ich wollte ganz begeistert so viel festhalten. In den besten Momenten war die Kamera natürlich nicht zur Hand... aber die sind auf meiner inneren Festplatte gespeichert. Hier trotzdem ein paar kleine Eindrücke für euch vom vergangenen Jahr:


 In den ersten Wochen waren wir hauptsächlich im Bett, kuscheln, schlafen, zu Kraft kommen - na eben Wochenbettzeit :-)


So langsam wagten wir uns nach daußen und machten viele Spaziergänge. Der Früling mit milderen Temperaturen hielt Einzug und mit ihm ein routinierterer Alltag, mehr Sicherheit im Baby verstehen und eine immer größer werdende Liebe.

Der Wonnemonat Mai brachte uns viele warme Tage und frische Blumen ins Haus. Im Wind wackelnde Blätter faszinierten Max ganz besonders und ich bastelete ihm daher extra ein Blättermobilé, das noch immer über seinem Bettchen hängt.


Im Juni feierte mein Bruder Hochzeit an der Ostsee und wir vereisten das erste Mal mit Baby. Sorgenvoll  hatten wir das Auto so voll, als würden wir umziehen. Aber es waren wundervolle und entspannte Tage.

Den warmen Juli verbrachten wir fast nur im Garten, besuchen eine weitere Hochzeit und genossen den Sommer.

Im August begann Max sich in den Vierfüßlerstand zu ziehen und zu robben. Im Kinderwagen lag er ausschließlich nur noch auf dem Bauch.


Die letzten warmen Tage beim Picknick Anfang September vergingen und der Herbst kam.

Im Oktober begann Max sich an Möbeln hochzuziehen, nun war nichts mehr vor ihm sicher und wir mussten ziemlich umräumen.

Wie man hier sieht, begann Max sich ab November für alles zu interessieren, was er nicht haben durfte: Kabel, Handys, Kameras, Steckdosen und so weiter...




Ab Dezember begann er mit Vorliebe Türen auf und zu zu machen und an Möbeln hangelnd zu laufen.
Weihnachten war er begeistert vom leuchtenden Baum und verliebte sich sofort in sein neues rotes Holzauto.























Nun ist Max schon 1 Jahr alt, krabbelt wie wild durch die Gegend, erzählt in seiner eigenen Sprache ganze Geschichten, haut auf alles was Krach macht, sabbert Fensterscheiben an und räumt alle Schränke und Schubladen aus, versucht zum hundersten Mal mit einem Strahlen im Gesicht die Katze anzufassen, um dann von ihr eins gewischt zu bekommen. Er sezt sich gern in Kisten und schiebt Möbelstücke quer durch den Raum, steht kurz davor seine ersten Schritte zu machen und futtert schon ziemlich große Portionen weg.























Das Haus ist nie lange aufgeräumt und Zeit zum sauber machen findet sich auch seltener. Er hatte sein erstes hohes Fieber, weiß was Tschüß sagen bedeutet und schläft meistens durch. Das Leuchten in seinen Augen ist überwältigend, wenn er was Neues entdeckt und begreift oder man ihn von der Tagesmutter abholt. Er ist zum Knuddeln süß und mein Herz quillt über, wenn er in meinem Arm einschläft während ich ein Lied singe. Unglaublich wie sehr man einen Menschen lieben kann.

Zeit ist etwas unglaublich kostbares geworden, Fernseher und Laptop sind seltener in Gebrauch, dafür wird vorgelesen, getröstet, getobt, gehalten, gekuschelt. Fürs Wochenende habe ich deshalb einen schnellen Apfelkuchen gebacken. Der geht wirklich so, so schnell, das ist genial und ideal, wenn Söhnchen schon am Hosenbein hängt und Aufmerksamkeit möchte.

























Apfelkuchen, den musst du versuchen

Zutaten:
250g Mehl
125g Butter
70g Zucker
1 Pkch. Vanillezucker
1 Ei
750g Äpfel
Zimt, Zucker
Saft 1 Zitrone

Zubereitung
Ofen auf 180° vorheizen.
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten ud in eine gefettete, mit Semmelbröseln ausgestreute Tarteform drücken, dabei den Rand hoch ziehen.
Äpfel in Scheiben schneiden, mit Zimt, Zucker und Zitronensaft mischen, auf den Teig geben, nochmals mit Zimt und zcuker bestreuen. Wer mag kann auch Streussel drauf tun (aus 100g Zucker, 100g Mehl und 100g Butter).
Ca 20 min im Ofen backen.
Dazu passt natürlich Schlagsahne oder eine Kugel Vanilleeis.


























Ich wünsch euch ein schönes Rest-Wochenende, eure Jana

Montag, 3. Februar 2014

darf ich vorstellen: unser kleiner Max - mit turbulentem Start ins neue Leben





Mit 50 cm und nur 2470 g hat unser süßer Maximilan Fridolin am 23. Januar mitten in der Nacht das Licht der Welt erblickt. Leider lief es nicht so, wie wir uns das so sehr gewünscht haben, vor allem ich. Sein Leben startete recht dramatisch.




Im Geburtshaus hatte man uns schon wegen meines zu hohen Blutdrucks, einer Gestosegefahr, dem niedrigen Gewicht des Babys und dem daraus hohen Risiko einer Verlegung während der Geburt in die Klinik nebenan abgelehnt. Dabei habe ich Angst vor Kliniken, habe nur schlechte Erfahrungen gemacht und sah meine Chance auf eine Geburt in der Wanne ziemlich schwinden.

Und dann kam auch noch das, was sich keine Mutter wünscht. Die Wehen kamen viel zu schnell in sehr kurzen Abständen und sowohl der Kleine als auch ich gerieten in enormen Stress, mein Blutdruck war ja eh schon hoch und dann fielen seine Herztöne ab. Nabelschnur um den Hals. Dann ging alles sehr schnell, Notkaiserschnitt. Sanftes Ankommen, erstes in die Augen sehen, erstes Stillen, auf die nackte Haut legen, den Moment zu dritt genießen - all das blieb uns verwehrt. Erst am Nachmittag bin ich wieder voll bei Bewusstsein und habe plötzlich ein Kind im Arm, dessen Ankunft ich nur mit dem Verstand begreife.



Die Tage danach verbringen wir auf der Geburtsstation. Maximilian liegt in einem Wärmebettchen bei uns, beinahe wäre er auf der Kinderstation gelandet. Die Schwestern sind sehr bemüht und wir haben das Glück, in einem Familienzimmer zu sein, auch wenn das ein wahnsinns Loch in unsere Finanzen reißt.
Die Bauchnarbe hindert mich stark in meinen Bewegungen, ich kann kaum aufstehen, nur in Rückenlage liegen oder eben sitzen. Wie im Taubenschlag kommen ständig Menschen herein, messen, wiegen, spritzen, verabreichen, kontrollieren mich und Max - Ruhe und Erholung treten dort nicht wirklich ein.

Mein Mann kümmert sich rührend um unseren Buben und ist innerhalb kürzester Zeit Wickelprofi. All der Stress und der schwache Max erschweren zudem das Stillen. Ich muss abpumpen, um alles in Fluss zu bringen, fühle mich wie eine Melkkuh und Max bekommt stattdessen ein Fläschchen. So hab ich mir das einfach nicht vorgestellt.



Nach vier Tagen dürfen dann wir endlich heim, doch Ruhe kehrt noch lang nicht ein. Die Toilette im Obergeschoss ist eingefroren und Wasser läuft aus, rinnt in der Diele an der Decke entlang. Meine Eltern kommen, Handwerker hantieren.
Dann misst die Wochenbetthebamme meinen Blutdruck, da ich rasende Kopfschmerzen hab und der ist besorgniserregend hoch. Sie spricht sich mit meiner Frauenärztin ab und ich muss wieder in die Klinik.
Jetzt bricht alles in mir zusammen.

Gegen Abend kommen wir also wieder in der Klinik an, doch man nimmt uns nicht auf und bringt uns auf ein Zimmer. Zwei Stunden lang wird auf der gynäkologischen Station versucht, meinen Blutdruck zu senken, ohne Erfolg. Ein gynäkologisches Problem sei das nicht und man schickt uns in die Erste Hilfe. Dort liege ich sechs, ja sechs Stunden auf einer harten Pritsche ohne Wasser und was zu essen und bekomme nach langem Warten immer wieder ein neues Mittel verabreicht. Mann und Kind geduldig neben mir. Es stellt sich aber kein Erfolg ein, der Blutdruck bleibt oben. Wie soll er bei dem Stress auch sinken, wenn man schon sauer wird, weil ich mal aufs Klo muss und daher aufgestanden bin - ich wundere mich nicht. Das zu dem Blutdruck auch ein Mensch gehört, bemerkt hier niemand.
Die Ärztin will sich noch mal mit der Gynäkologin beraten, die hat aber einen Notfall und dann eine OP, ihr Rückruf kommt nicht. Wir hören ein Telefonat von nebenan mit, dass es nicht mal ein Bett irgendwo für mich gibt, wo ich erst mal bleiben könnte und so beschließen wir um drei Uhr morgens völlig übermüdet und mit den Nerven am Ende, nach Hause zu fahren. Die Ärztin sieht das ein, wir sollen morgen früh wieder kommen.

Pah, wieder zu Hause bleibe ich da. Wir schlafen erst mal bis mittags und melden uns am Nachmittag in der Klinik, dass wir nicht mehr kommen. Der Stress dort ist nicht förderlich für meinen Blutdruck und überhaupt, bin ich überzeugt, das ist eh alles nur so, weil meine Seele viel zu viel verarbeiten muss.
Erstaunlicherweise willigen sie ein und raten uns, den Blutdruck regelmäßig zu überwachen und auf längere Zeit einen Internisten aufzusuchen. Jawoll, endlich dürfen wir zu Hause bleiben und Ruhe darf einkehren.



Und nun genießen wir diese seit ein paar Tagen. Freunde und Familie halten sich auch an unsere Bitte, uns ein paar Flittertage mit unseren Sohn zu gewähren - ich bin ganz stolz auf alle, weiß ich doch, dass das einigen sehr schwer fällt und sie eigentlich am liebsten sofort zu Besuch kommen möchten. Ich danke euch sehr!

Die Tage pendeln sich nun ein. Der Bludruck ist etwas gesunken, wenn auch noch lange nicht wieder normal. Maximilian entwickelt sich prächtig, nimmt gut zu und sieht fantastisch aus. Ich liege im Bett, neben mir unser Zwerg. Und mein Mann, der verwöhnt mich, kocht, wickelt, wäscht. Oh, wie sehr ich ihn liebe.

Der ersehnte Milcheinschuss kam vorgestern und das Abpumpen mache ich jetzt von Hand. Das ist für mich viel effektiver, weil es mich nicht so unter Druck setzt. Max muss jetzt nur noch lernen, wie man richtig und kraftvoll saugt. Ich kann wieder fast ohne Schmerzen aufstehen, die körperlich Kraft kommt ganz langsam zurück. Und auch die seelische.
Maximilian im Arm, wenn er mich satt und zufrieden voller Neugier ansieht, meiner Stimme und meinen Liedern lauscht, ist einfach der Wahnsinn - Glück pur.
Mir laufen die Tränen. Ständig. Nun sind wir eine kleine Familie. Alles wird gut.









Das musste jetzt einfach alles mal raus, auch wenn es ziemlich persönlich ist.
Ich werde noch einige Zeit brauchen, bis ich soweit bin, dass ich das regelmäßige Bloggen wieder aufnehme. Ich denke, ihr versteht alle, dass jetzt erst mal meine kleine Familie vorgeht.
Die Tage vergehen so schnell, Zeit ist so relativ geworden. Schwupps ist es schon wieder dunkel. Der Schnee kommt und geht. Was draußen geschieht, geht völlig an mir vorbei. Gerade die eifersüchtge Katze, die sich beleidigt an merkwürdige Orte zurückzieht, bringe ich nebebei noch unter, dass sie auch mal wieder zu Kuscheleinheiten kommt. Also habt ein wenig Geduld mit mir, vielleich schaff ich es ja, ab und zu mal ein Foto zu posten.

eure Jana


Samstag, 11. Januar 2014

Babyzimmer


Juhu, ein Tag voller Sonnenschein und blauem Himmel.
Endlich konnte ich das fertige Kinderzimmer für unseren Kleinen fotografieren und kann es euch nun zeigen.
Es fällt die Morgensonne dort hinein und da es im Obergeschoss das einzige Zmmer mit Dachschrägenfenster ist, ist es auch das hellste Zimmer von allen.




Da wir sehr lange nicht wussten, ob es ein Mädchen oder Junge wird, hab ich das Zimmer schon vor Wochen in einem warmen, hellen Grün gestrichen. Also nur den unteren Teil, da es ein Zimmer mit Dachschrägen ist und die Farbe nicht erdrücken soll.

Außerdem wusste ich von Anfang an, dass ich ein kleines Wandbild unterbringen möchte. Ich hab mich für ein Motiv von Beatrix Potter entschieden, für den "Peter Hase". In mehren Etappen hab ich es immer am Vormittag, wenn das Licht einigermaßen hell war, mit Arcylfarbe Stück für Stück weiter gemalt. 







Viele Dinge wie Babybett und Wickletisch und vor allem jede Menge Kleidung haben wir geliehen bekommen. Das finde ich sehr schön, so haben mehrere Kinder etwas davon, die Sachen bekommen eine gewisse Lebendigkeit und Geschichte und ökologisch ist es auch noch. Am Anfang wird der Zwerg aber erst mal zwischen uns schlafen, deshalb hab ich das Bett auch noch nicht mit seinem Bettzeug bestückt.




Der Wickeltisch ist eingeräumt und beschriftet, damit man alles besser findet. In der ersten Zeit wird vor allem der frisch gebackene Papa viel wicklen, während ich im Wochenbett liege.
Wir haben uns für moderne Stoffwindeln entschieden, mal sehen, wie wir damit zurecht kommen. Sie sind hautverträglicher, umweltfreundlich und auf die gesammte Wickelzeit gerechnet wesentlich preiswerter.




Zu Weihnachten und zum Geburtstag gab es jede Menge Babyzubehör, neues und auch altes. Meine Eltern haben viele Sachen aufgehoben, die ich als Baby hatte. Es war sogar ein Mützchen dabei, dass schon mein Vater getragen hat. Das finde ich unglaublich schön. Da rollten einige Tränchen der Rührung auf beiden Seiten.
 


Mit der Giraffe, den Rasseln und den Entchen im oberen Bild habe ich beispielsweise schon gespielt.
Das Glöckchen auf dem unteren Bild stammt noch vom Kinderbett, in dem ich einst lag, wie man darunter sehen kann.





Sogar die Elefantendecke, sie ist hellgrün - wie passend - haben meine Eltern aufgehoben.
Hach, alles ist so hübsch und knuffig und ich werde ganz rührseelig, wenn ich mir vorstelle, dass das Baby in meinem Bauch bald da ist und all die Sachen nutzt.




Den farbenfrohen Teppich haben wir bei Möbel Höffner gefunden. Er ist handgeknüpft, aus Schafswolle und stammt aus einer Behindertenwerkstatt in der Umgebung. Von dort hatten mein Bruder ich schon in unserem Kinderzimmer damals solche Tepiche. Er ist ganz kuschlig, geruchs- und schadstofffrei. Baby kann also sogar irgendwann drauf rumlutschen.



Vorhin kam noch ein riesen Paket an, mit Wickeltischauflage, Wärmelampe und ein paar Wochenbett-Hygieneartikeln. Der Kühlschrank und die Speisekammer sind voll. Im Tiefkühl ist Suppe vorgekocht.
Am Montag holen wir die bestellten Windeln ab und mein Vater bringt eine Bohrmaschine mit, um die Wärmelampe anzubringen.

Wir sind komplett. Alles ist fertig.
Kleiner Mensch, du kannst kommen - ich warte schon so gespannt auf dich!






Für die Geburt werden wir in ein Geburtshaus fahren, dass heißt, es wird eine ambulante Geburt, nach der wir, wenn alles in Ordnung ist, gleich wieder nach Hause fahren. Ich hoffe sehr, dass alles gut wird, denn im Moment hab ich etwas erhöhten Blutdruck und alle machen sich Sorgen. Aber ich fühl mich gut und möchte auf keinen Fall in einer Klinik entbinden. Drückt mal die Daumen.

In der ersten Zeit wollen wir uns dann zu dritt zurückziehen - Babyflittertage machen. Uns erst mal kennenlernen, genießen, kuscheln und einen Alltag finden. Ohne Besuch, nur die Wochenbetthebamme. Mal sehen, wie lange. Einige Angehörige finden das leider nicht so toll, aber uns ist es wichtig. Aus einem Liebes- und Ehepaar wird eine kleine Familie. Das ist schon was Einmaliges.
Es wird dann also ein paar Tage sicher ganz still hier auf dem Blog, bevor ich euch die allerkleinsten Füßchen ziegen werde.

Habt noch ein schönes, sonniges, entspanntes Rest-Wochenende,
eure Jana