Sonntag, 20. Oktober 2013

12tel Blick Oktober

Der Oktober zeigt sich nördlich Berlins ziemlich wechselhaft.
Mal strahlt die Sonne und golden leuchten Ahorn- und Buchenblätter,
mal sind die Tage trüb und Nieselschleier machen alles grau.

Mal fallen lautlos die Blätter und es ist ganz still,
mal stürmt es wie wild und alles wirbelt durcheinander.
An manchen Tagen hatten wir auch heftige Gewitter mit Regen wie Bindfäden
und Hagel, der die Dachrinnen verstopft und sie zu Wasserfällen werden lässt.

Die Temperaturen sind meist mild bei 13-15 Grad. Ich mag das.
Die Blätter färben sich herrlich, erst überall gelb und mit den ersten Nachtfrösten auch bunt.

Manche Bäume wie die Kastanien sind schon kahl,
andere halten ihre Blätter ganz fest und sind noch total grün.

Das sieht man auch auf meinen zwei Blicken sehr gut . . .


"die kleine Brücke"































































"der Feldweg"




Nun bin ich wieder gespannt, wie sich die Blicke der anderen Teilnehmer verändert haben,
welche herbstliche Färbung sie wohl bekommen haben. Zu beobachten wie immer bei Tabea.

Nur noch zweimal los stiefeln und Fotos machen, dann ist das Jahr auch schon rum. Unglaublich.
Na ja, an meinem Bauch kann ich es eigentlich ganz deutlich sehen. Der wird immer größer.
Noch drei Monate.

Habt einen wundervollen Oktober ihr Lieben. Ist er denn bei euch schön golden?
eure Jana

Montag, 30. September 2013

kleine Sommererinnerungen

Der Herbst ist nun mit all seiner Schönheit da.
Der Sommer bleibt mit vielen kleinen Erinnerungen zurück.
Die schönsten Orte zum Träumen wurden diesen Sommer gestaltet, verpackt und auf Reisen geschickt.
Wie? In kleinen Streichholzschachteln. Einundachtzig um genau zu sein.
Acht davon kamen auch zu mir, die neunte ist meine eigene.




Das war die wundervolle Aktion: Sommer mail art.
Es ging darum, dass man seinen Lieblingssommerort gestaltet und ihn mit anderen teilt.
Sind die nicht alle wundervoll geworden? Seht selbst:



























Jeden Monat kamen drei Schachteln an und es war so spannend, wie die Teilnehmerinnen ihre persönlichen
Schachteln gestaltet haben. Jede ist einzigartig, handgefertigt und voller Liebe zum Detail.
Die Ideen waren sehr vielfältig und so unterschiedlich umgesetzt.
























Die erste Schachtel kam von Andiva. Ihr Lieblinssommerort ist unter Wasser. So gab es innen einen kleinen
süßen Fisch zu bestaunen und außen ein Stück Landkarte, ähm Wasserkarte.

Die zweite Schachtel ist von mir. Mehr dazu lest ihr hier.























Die Dritte Schachtel erreichte mich von Lisa und war mit Birkenholz gekleidet. Innen ein gefaltetes Boot getunkt in eine Abendstimmung. Schön.

Die vierte Schachtel kam von Annette, die im Sommer gern wandert und Steinmanderl baut. Beides hat
sie fotografiert und anschaulich umgesetzt. Da mag man gern dabei gewesen sein.























Die fünfte Schachtel sendete mir Margarete, sie hat all die schönen Sommerorte symbolisch auf ein kleines
Armband gefädelt, so dass jede kleine Perle einen immer daran erinnern kann, wenn man sie am Handgelenk betrachtet.

Die sechste Schachtel kam von Anna. Auch ihr Inhalt war abstrakt. Die gestempelte Sonne soll dafür stehen, dass es immer an einem selbst liegt, wie und wo man die (Sommer)-Zeit auf dieser Welt erlebt.
Die Briefmarke mit Tiermotiv, soll von uns Menschen als Weltmittelpunkt abrücken. Ein  Mirabellenkernauge soll als Symbol für unsere Sinne stehen und die drei Streichhölzer, für das Licht und die Sonne, das Wachsen und die Hoffnung, das Meer und den Himmel. Und sie schreibt, wir sollen uns nicht scheuen, diese auch bei Bedarf zu entzünden. Außerdem lag noch ein schönes Sommergedicht bei.

























Die siebente Schachtel hat Clara versendet, die die Sommerpost mit initiert hatte. Ihr Lieblingssommerort
ist Montpellier und so hat sie ganz viele schöne Dine, die sie mit dieser Stadt in Frankreich verbindet auf
lauter kleine Zettel geschrieben.

Die achte Schachtel hat Annette gestaltet. Am 20 Juli diesen Jahres verbrachte sie einen wundervollen Tag
in der Provence und so schenkte sie uns den Duft von Lavendelfeldern, eingepackt in Zeitungspapier von
ganau diesem Tag.



Die neunte und leider letzte Schachtel von Anke krönte den Abschluss auf ganz sinnliche Art. Schon beim öffnen des Umschlags verströmte sie einen zitronigen Duft, sie fühlte sich weich an, denn sie war umhüllt
von Filz und handgesponnenen, selbst gefärbten Garnen mit Pflanzen-Farben. Drinnen klapperte eine Gojibeere, als Symbol für die Früchte des Sommers. Ein Bernstein stand für die Sonne, ein Stück Birkenrinde für ihren Lieblingsbaum, die Farbe Grün für die Natur und Blau für das Schwimmen in See oder Meer. Damit wollte sie uns allen sagen: Ihr Paradies ist da, wo sie gerade ist. Das finde ich unglaublich schön. Ich glaub, das ist meine persönliche Lieblingsschachtel.


Die Aktion Sommer Mail Art "Sommer in der Schachtel - Mein Lieblings-Sommer-Ort" ist damit zu Ende. Aber sicher gibt es bald wieder eine neue. Wenn ihr bis dahin noch ganz viele andere tolle, kreative Streichholzschachteln voller sommerlicher Erinnerungen anschauen wollt, dann klickt doch mal hier vorbei, Clara hat schon über 200 Bilder gesammelt.

All die warmen Orte zierten wochenlang das Schränkchen in meinen Flur und warteten geduldig auf ihre Schwestern zur Vervollständigung.
...und nun, was mit all den wundervollen Schachteln anfangen? Wegwerfen? Viel zu schade!
Ich hebe sie noch etwas auf. Einfach so, als schöne Erinnerung.
Verpackt in: einer Schachtel natürlich.
























Denn nun wird es Zeit für Herbstdekoration. Morgen beginnt schließlich schon der Oktober.
Machts gut, eure

Jana

Montag, 23. September 2013

12tel Blick September

Ja, die ersten Blätter welken. Der Wind zaust an Ästen und im Haar. Regengraue Tage nehmen überhand.
Sonnenschein macht sich rar. Das Sofa lockt immer mehr oder der Schreibtisch mit Bastelarbeiten.
Der Herbst hält Einzug. Auch in meinen 12tel Blicken...




Beim Feld hat sich auch noch mal was getan. Den weggepflügten Weg haben sich die Spaziergänger hier
ziemlich breit wieder zurückgeholt. Aber nicht nur das; hier wurde erneut etwas angebaut.



 
Ich weiß allerdings nicht so richtig was das mal werden wird, schätze mal irgendeine Futterart. Könnt ihr
das vielleicht erkennen?


So, und nun wie immer rüber gehüpft zu Tabea, die veränderten Blicke der anderen bewundern.
Kommt doch mit!

Habt eine feine Woche,
eure Jana



Dienstag, 10. September 2013

~ Zeit ~



Nach einer Phase von Stress, Überforderung, Anspannung, körperlich und seelischer Erschöpfung vor
allem durch meinen Beruf als Erzieherin habe ich nun Zeit. Unendlich viel.




Noch kann ich es gar nicht recht annehmen, habe fast ein schlechtes Gewissen, nicht arbeiten zu gehen
und doch volles Gehalt zu bekommen. Doch alles fühlt sich gleich so viel leichter an - ich schlafe besser
und die Stimmung hellt sich auf. So ein Beschäftigungsverbot ist schließlich auch zum Wohl des Kindes
und zu viel innerer Stress kann ja gar nicht gut sein.



Was fange ich nun mit der Zeit an?
Erst mal, nur so da sitzen, lesen, Klavier spielen, spatzieren gehen und rumräumen. Etwas fernsehen und
Blogs durchstöbern, wenn es draußen vor sich hin nieselt wie heute. Sachen ordnen, die schon ewig geord-
net werden wollen, Fotos in ein Album kleben und endlich das geerntete Obst zu Marmelade verarbeiten.
Und so langsam das zukünftige Kinderzimmer herrichten.




Seit einiger Zeit spüre ich das Leben in mir immer deutlicher. Zuerst nur, wenn die Hände meines Mannes
warm auf dem Bauch lagen, da hat es sich dorthin bewegt, ganz sanft, wie ein Hauch war da etwas zu
spüren. Jetzt spüre ich dieses Gefühl immer wieder am Tag.
Der Bauch wächst und mit ihm die Freude auf ein Leben zu dritt. Ehm, zu viert. Unsere Katze Minou hängt
jetzt an mir wie eine Klette, mag ständig schmusen und nah bei mir sein, am liebsten auf dem Bauch. Sicherlich pürt sie den kleinen Mensch darin und kann sein Herzlein klopfen hören. Ob er sie wohl auch
schnurren hören kann?

Mittwoch, 28. August 2013

Spätsommer {Wednesday Of Words}






































Mhm, gelbe Stoppelfelder gibts bei uns gar nicht, hier ist sogar schon alles gepflügt
und blauen Himmel gabs schon seit Tagen nicht mehr, aber so kleine Wölkchen sind doch auch sehr schön.
Die Tage werden langsam kühler und kürzer, die Farben warm und erdig.

Ich mag ja den Spätsommer.
Die Luft riecht so toll, die Temperaturen sind genau, wie ich sie mag und die Farben auch.
Ich hadere nicht mit dem Wechsel der Jahreszeiten und freue mich schon auf den Herbst.

JETZT ist noch Sommer, immerhin bis zum 21. September, so ganz offiziell.
Ich genieße ihn so gut ich kann und schiebe Arbeitsstress und nicht aufhören wollende Übelkeitsanfälle
beiseite, laufe noch mal barfuß, setzt mich in die Sonne und stecke die Füße in den See.

Heute beginnt die 19. Schwangerschaftswoche und so langsam mache ich mir Gedanken, wie das
Kinderzimmer werden soll und was ich so an Sachen brauche. Gestern hatte ich zum ersten Mal
das Gefühl den Krümel im Bauch zu spüren.Wie einen Hauch, ein ganz leichtes Kribbeln und immer
zur warmen Hand meines Mannes hin. Hach wie toll. Glücksgefühl pur.

Mittwoch, 21. August 2013

12tel Blick August

Es ist wieder soweit, Fahrrad geschnappt und los geradelt zu meinen Blicken.
Die kleine Brücke ist immer noch in einem grünem Wust versteckt, aber umrankt von herrlich,
leuchtender Goldrute und von Traubenkirschen, die nun fast alle reif sind. Zeichen für Spätsommer.


 ---o---




Von hier kann ich schon hören, was ich nach Durchschreiten des Blättertunnels auch sehen kann:





auf dem Feld wird gearbeitet, geeggt. Die laute Maschinerie macht kehrt und fährt in die Ferne.
Mhm, da wurde ordentlich was weggepflügt neben dem kleinen Pfad. Wo war mein Standplatz?
Irgendwo hier.




Schon witzig, wie sich die Orientierungspunkte im Laufe des Jahres so verwischen.
Sieht nun auch sehr spätsommerlich aus. Noch will ich nicht herbstlich sagen, ein paar Tage
Sommer haben wir schließlich noch....







Auf dem Rückweg entdecke ich reifen Holunder. Nur zu dumm, dass dieser genau über den Bach
ragt, dessen steiles Ufer von hohen Brennnesseln bewuchert wird. Mist. Hat jemand eine Idee, wie
man da trozudem ran kommt? Vielleicht mit einem Apfelpflücker? Ich muss wohl warten, bis die
Sonne die restlichen Beeren am Wegesrand ebenfalls dunkel gefärbt hat - ich sehne mich doch schon
so nach meiner liebsten Lieblingsmarmelade.





So und nun ihr Lieben schaut doch, wenn ihr Lust habt, bei Tabea vorbei. Dort gibt es wieder eine Sammlung aller Blicke - so unterschiedlich und schön.

Machts gut, eure Jana

die jetzt inzwischen schon im vierten Monat ist und ein kleines Bäuchlein hat :-)
und nicht mehr so ganz so oft zum posten kommt, habt Nachsicht mit mir....